Erster Geburtstageskuchen

Wie konnte ich euch diesen kitischigen Kuchen vorenthalten? Es ist der erste Geburtstagskuchen, den ich jemals für jemanden gebacken habe. Vermutlich wird er auch der Letzte sein. Aber der hat allen geschmeckt. Das Geburtstagskind hatte sogar Pipi in den schönen Augen. Mission erfolgreich erfüllt. Ne? Ehrlichgesagt reizen mich jetzt natürlich Motivtorten, obwohl ich nur 1-2 Kuchen backen kann. Schlimm die Sache mit dem “Muss ich mal experimentieren, unbedingt, auch wenn ich 0 Talent für so’n Geduldskram habe!” …

[Belanglose Bunte Bildchen] oder 3xB

Gibt es überhaupt etwas Besseres als Home Office? Obwohl ich ein ziemlich geselliger Mensch bin (oder vielleicht gerade deshalb), kann ich mich im Team oder im Büro nicht so gut konzentrieren wie Zuhause.


Diese wunderschöne Vintage-Kaffeetasse habe ich von meiner lieben Freundin Anna geschenkt bekommen. Seitdem trinke ich meinen Kaffee nur noch aus ihr und fotografiere sie aus allen möglichen Perspektiven. Vielleicht ist das kindisch, aber sie freut sich jedesmal über neue Tassenbildchen.

Letztens habe ich mich im Backen versucht. Meine ukrainische Freundin V. hat mir ein Grundrezept für einen sehr einfachen russischen Kuchen gegeben. Ich habe ihn natürlich abgeändert: Statt dunkler Schokolade habe ich die Weiße genommen, den Teig habe ich mit Safran und Rosenwasser verfeinert und eine Füllung mit Waldfrüchten gemacht (das Originalrezept ist ohne). Jedenfalls war ich ganz stolz darüber, dass sogar ich, die Untalentierste im Backen einen Kuchen hinbekommen habe, den ich ständig nachbacken muss, weil meine Familie nicht genug davon bekommt. Meine Familie ist übrigens jetzt fett. 

Einzigartigkeit

Ich erlebe bei meinen Mitmenschen immer häufiger eine Art Freizeitstress. Immer wieder wird mir die Frage gestellt, was ich an diesem Wochenende denn Schönes mache. Ich antworte zur Enttäuschung des Fragenden dann, dass wir am Wochenende Zuhause bleiben, uns zwei bis drei Filme anschauen, schön kochen und neue Desserts kreieren. Oder dass die Familie vorbeikomme und wir einfach beisammen sind und über unsere Woche reden. Der Blick, den ich manches Mal daraufhin ernte, drückt ungefähr folgendes aus: „Wie? So viel Arbeit, so wenig Zeit, und dann bleibst du einfach nur Zuhause? Verpasst du so dein Leben nicht?“ Nein, das Gefühl habe ich nicht. Nicht, dass ich nicht das Gefühl hätte, dass es unnatürlich sei, mehr Zeit mit Kollegen und Kolleginnen zu verbringen als mit der eigenen Familie oder dem eigenen Liebsten; nicht, dass ich mich nicht darüber wundern würde, wie bereitwillig sich andere Überstunden aufbrummen lassen, während ich sehr häufig sage, dass ich verhindert sei und wichtige Termine habe – aber das Heimischsein, das „ungezwungene Existieren“ in meinen eigenen vier Wänden mit meinen Liebsten, das kommt mir nicht wie Zeitverschwendung vor, es ist viel eher wie Zeitentschleunigen. Ich gewinne damit Augenblicke, ich verpasse sie nicht. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich im Leben zu wenig erlebt habe; vielleicht wünschte ich sogar, mein Leben wäre etwas ruhiger gewesen mit weniger Auf und Abs, mit weniger Aufforderungen, existenzielle Entscheidungen treffen zu müssen oder Dinge auszuhalten, die ich selbst als nicht aushaltbar empfinde. Andererseits nehme ich dieses Besaufen bis zum Koma, dieses Abfeiern und diese künstlich erzeugte Nähe durch Drogen, Alkohol und unverbindlichem Sex als viel sinnloser weil ungewichteter wahr als mein eigenes Daheimsein. Jeder versucht in der ihm verbleibenden Zeit zu finden, was ihm fehlt; mir fehlt nun einmal die Ruhe. Anderen die Aufregung oder der Beweis anhand eines Selfies, dass man irgendwo dabei war, dass man gelebt hat und dass das Leben nicht nur aus Arbeit bestand. Weiterlesen

In Kanackensprache

– Sie: „Ich hab’ heute Bock auf Kanackensprache. Dieses wunderbar ungeschönte ‚Halt die Fresse‘, wenn jemand die Fresse halten sollte.“

– Ich: „Das sind alles deutsche Wörter. Halt-die-Fresse. In Kanackensprache geht das anders. Wir sagen dazu ‚Khafe sho‘!“ (Übersetung ins Deutsche: „Ersticke!“)

– Sie: „Auch nicht schlecht.“

Ich liebe Dich, Köln …

Gestern Abend waren wir berauscht vor dem Glück des Zusammenseins; und ich habe gespürt, wie sehr ich diese Stadt und ihre Menschen liebe und wie sehr sie uns liebt. So lange habe ich auf diese Liebeserklärung gewartet und sie endlich bekommen. Da waren sie alle: Kölner und Kölnerinnen, Seite an Seite, mit einem dunklen unbeleuchteten Kölner Dom als wütende, große Mutter, die schützend ihre Hand über uns hält – und wir haben uns alle gegen die Pegida-ianer gestellt und ihnen ihren Demonstrationszug versperrt. Selten habe ich mich so zugehörig, so angenommen, so beschützt gefühlt wie gestern, als man gegen Migranten marschieren wollte, aber nicht mehr vom Fleck weg kam, weil sich ganz Köln quer stellte. Kleine dunkeläugige Kinder müssen keine Angst mehr haben. Ihre Väter und Mütter können sie beruhigen mit den Worten „Nein, mein Kind. Wir sind hier nicht unerwünscht. Siehst du die Menschen auf diesen Straßen? Sie kämpfen dafür, dass wir hier bleiben dürfen.“

Ich <3 Dich, Köln …

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